Schokoladengenuss und fairer Handel

Schokoladengenuss und fairer Handel 15.11.2022

Hell, dunkel, weiß, zartschmelzend, herb, bitter, cremig, edel … es gibt unzählige Adjektive, die den Geschmack von Schokolade beschreiben. Fast jeder und auch jedem läuft beim Gedanken an Schokolade das Wasser im Mund zusammen. Schokolade ist vor allem eins: Genuss. Und Schokolade wird in Deutschland genossen. Unvorstellbare 9,2 Kilogramm Schokolade werden durchschnittlich pro Kopf in Deutschland genascht – so berichtete Fairtrade-Referent Ulrich Pietsch in seinem Vortrag „Schokoladengenuss und fairer Handel“ am vergangenen Freitag im vhs-Gebäude.  Doch der wichtigste Inhaltsstoff, der Kakao, hat eine lange, wenig genussvolle Geschichte. Denn bei seinem Anbau leiden oft Mensch und Umwelt. Ungefähr 4,7 Millionen Tonnen Kakao werden jährlich geerntet. Überwiegend von der Cote d’Ivoire und aus Ghana. Also aus dem Westen Afrikas. „Rund 90 % des weltweiten Kakaos stammen von Familienbetrieben, die oft sehr kleine Felder von weniger als fünf Hektar bewirtschaften“, schildert Pietsch die Situation. Und weiter: „Dem gegenüber stehen wenige große kakaoverarbeitende Konzerne, die den Markt beherrschen und die Preise angeben. Kinder arbeiten, statt Schulbildung zu genießen, Wälder müssen für den Kakaoanbau weichen. Fairtrade unterstützt die Kakaobauernfamilien, ihr Leben selbstständig zu verbessern. Neben dem Zusammenschluss in demokratischen Organisationen setzen die Fairtrade-Standards auf nachhaltige Anbaumethoden, Geschlechtergerechtigkeit und Mitsprache. Ein Mindestpreis ist gesichert und schützt gegen Preisschwankungen, denn gerade der Weltmarktpreis für Rohkakao gilt als besonders anfällig für Schwankungen. Zusätzliche Prämien fließen in Projekte. Die Erzeuger schließen sich zu Kooperativen zusammen, die demokratisch über die Verwendung der Prämien entscheiden. Diese Kooperativen sind wiederum Mitglieder bei nationalen und internationalen Netzwerken.“ Durch den Kauf von fair gehandelter Schokolade kann jede:r einzelne also etwas zu einem nachhaltigen und sozialverträglichen Anbau beitragen, bessere Arbeits- und Lebensbedingungen fördern und kann zur Erhaltung der Flora und Fauna in den Ländern beitragen, in denen Kakao angebaut wird. Doch Label ist nicht gleich Label. Welche Schokolade also kaufen? Wer den Vortrag Schokoladengenuss und fairer Handel nicht besuchen konnte, findet einen ersten Überblick über die Fairtrade-Siegel hier. „Jetzt weiß ich endlich, welche Schokolade ich mit Genuss essen kann“ – so eine Teilnehmerin am Ende des Vortrags und fasste damit zusammen, wie informativ der Abend für alle Anwesenden war. Und für den Heimweg gab es eine Kostprobe der fair gehandelten Jubiläumsschokolade der Firma Weinrich, in dem sich schon seit 1895 alles um Schokoladengenuss dreht.

Der Kreis Herford ist auf dem Weg zum Fairtrade-Kreis. Wir würden uns freuen, wenn auch Sie einen Beitrag dazu leisten würden. Informationen finden Sie hier.

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