Ausstellung in der VHS beleuchtet die Verbrechen des NSU

Ausstellung in der VHS beleuchtet die Verbrechen des NSU 07.06.2018

Terror: In der Volkshochschule Herford wird die vielbeachtete Schau anlässlich der Aktionswochen gegen Rassismus gezeigt. Ausstellungsmacherin Birgit Mair hält einen Vortrag zur Eröffnung

Kreis Herford (nw). Aktuell werden im sogenannten NSU-Prozess die Plädoyers der Verteidiger der Angeklagten Beate Zschäpe gehalten. "Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen" stehen wiederum im Mittelpunkt der gleichnamigen Ausstellung, die als Teil der Aktionswochen gegen Rassismus im Kreis Herford am Dienstag, 12. Juni, in der Aula der Volkshochschule Herford am Münsterkirchplatz eröffnet wird. Ausstellungsmacherin Birgit Mair hält persönlich einen Eröffnungsvortrag.

Die Ausstellung wurde von Mair in den Jahren 2012/13 im Auftrag des Instituts für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung (ISFBB) erstellt und ist seitdem mehr als 150 Mal bundesweit gezeigt worden. Sie setzt sich mit den Verbrechen des NSU in den Jahren 1999 bis 2011 sowie der gesellschaftlichen Aufarbeitung nach dem Auffliegen der neonazistischen Terrorgruppe auseinander. Im ersten Teil werden die Biografien von Enver Simsek, Abdurrahim Özüdogru, Süleyman Tasköprü, Mehmet Turgut, Habil Kiliç, Ismail Yasar, Mehmet Kubasik, Theodoros Boulgarides, Halit Yozgat und Michèle Kiesewetter dargestellt. Weitere Tafeln beschäftigen sich mit den Bombenanschlägen in Nürnberg und Köln sowie den Banküberfällen, bei denen unschuldige Menschen teilweise lebensbedrohlich verletzt wurden.

Der zweite Teil beleuchtet das Netzwerk des NSU. Verbindungen neonazistischer V-Leute verschiedener Verfassungsschutzbehörden mit den bisher Angeklagten werden skizziert. Analysiert werden auch die Gründe, warum die Mordserie lange nicht aufgedeckt wurde sowie der gesellschaftspolitische Umgang mit dem Themenkomplex.

Zum Schluss kommen Angehörige der Ermordeten zu Wort. Eltern, Kinder und Witwen berichten von der Zeit vor und nach dem Auffliegen des NSU, kommentieren den zu Ende gehenden Münchner NSU-Prozess und unterziehen die bisherige Aufklärung einer kritischen Beurteilung. In der Volkshochschule Herford wird eine im Frühjahr 2018 aktualisierte Fassung der Ausstellung gezeigt. Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung zum Vortrag gebeten. Neonazis und Rassisten sind gemäß dem Versammlungsgesetz von der Ausstellungseröffnung ausgeschlossen.

Nähere Infos zu Ausstellung bei der Volkshochschule unter Tel. (0 52 21) 59 05 24 oder auf der Website der VHS. www.vhsimkreisherford.de

© 2018 Neue Westfälische 09 - Herford, Donnerstag 07. Juni 2018

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