Friedensaktivist Jeff Halper zu Gast in der VHS

Friedensaktivist Jeff Halper zu Gast in der VHS 24.11.2017

Im Rahmen einer Rundreise durch Europa war Jeff Halper zu Gast in der VHS im Kreis Herford. Halper ist ein amerikanisch-israelischer Friedensaktivist und Autor und arbeitete als Professor für Anthropologie an den Universitäten von Haifa und Beerscheba. 1997 war er Mitbegründer des Israelischen Komitees gegen Hauszerstörungen (ICAHD). 2006 wurde er vom American Friends Service Committee für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen; 2009 erhielt er den „Kant-Weltbürgerpreis“ der Freiburger Kantstiftung für sein „mutiges Eintreten für politisch und sozial marginalisierte Bevölkerungsgruppen“.

In seinem Vortrag legte Jeff Halper dar, dass aus seiner Sicht die "Matrix der Kontrolle", die Israel über die besetzten Gebiete gelegt hat, die Zweistaatenlösung unmöglich gemacht hat. Die einzige verbleibende Lösung aus seiner Sicht ist, einen demokratischen, bi-nationalen Staat aufzubauen.

Ulrike Koebke, Fachbereichsleiterin für Englisch, übersetzte den Vortrag und auch die anschließenden Diskussionsbeiträge. Das Publikum zeigte sich sachkundig und außerordentlich angetan von der Veranstaltung. Einige Gäste waren aus Bielefeld und dem Osnabrücker Raum angereist.

 

 

 

Literatur zum Thema

von Jeff Halper, Jimmy Johnson und Emily Schaeffer:

 

https://www.versoehnungsbund.de/sites/default/files/nok-Vers%C3%B6hnungsbund_2010_Israel_Pal%C3%A4stina.pdf

Der israelisch-palästinensische Konflikt: Aufräumen mit gängigen Ansichten durch kritische Betrachtung im Gesamtzusammenhang

                                ***

 

Titel der Originalausgabe: THE ISRAELI-PALESTINIAN CONFLICT: CHALLENGING SLOGANS THROUGH CRITICAL REFRAMING

www.versoehnungsbund.de/sites/default/files/stat/136/SlogansRhetoric-icahd.pdf

 

 

 

Auszug aus dem Vorwort der Übersetzerinnen:

„Es geht den Verfassern nämlich darum, dass jeder Konflikt einen Rahmen oder einen Kontext („framing“) hat, in dem er kritisch betrachtet wird. Im Fall der pro-Israel-Vertreter ist dieses „framing“ einseitig; das einzige was zählt  ist Israels Sicherheit. Bei dieser Perspektive werden andere Faktoren, die dem Konflikt zugrunde liegen, außer Acht gelassen – wie insbesondere die Tatsache, dass Israel einen Anspruch auf das gesamte Land zwischen Mittelmeer und Jordan erhebt, als auch die Besatzung.

ICAHD nimmt ein „reframing“ vor. Der Konflikt wird im gesamten Kontext („framing“) gesehen, im Kontext der Menschenrechte und des Völkerrechts. Unser Anliegen ist es, mit dieser Übersetzung zu einer fruchtbaren Diskussionund zu Hoffnung auf eine Konfliktlösung beizutragen.“

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