Schon mal was von HOAX gehört? Falschmeldungen im Netz erkennen

Schon mal was von HOAX gehört? Falschmeldungen im Netz erkennen 08.06.2017

Beitrag unseres Kollegen Mark Stocksmeyer in der aktuellen CITY LIVE

Im Zuge von Internet, Social-Media (Twitter, Facebook, u.s.w.) und Messenger-Diensten (WhatsApp, Threema, u.s.w.) tauchen „HOAX-Meldungen“ oder auch „Fake-News“ immer wieder zu unterschiedlichen Themen auf und verbreiten sich teilweise rasend schnell.

Bei „HOAX“ [abgeleitet von Hocus, welches eine Abkürzung von Hokuspokus war] oder „Fake-News“ handelt es sich damit um Begriffe für Falschmeldungen, die erfunden oder verändert wurden und je nach Ausrichtung, mehr oder weniger scherzhaft gemeint sind.

Ich möchte Ihnen heute einige kleine Tipps geben, wie Sie solche Meldungen als Falschmeldungen entlarven können und worauf Sie achten sollten.

Intuition und den eigenen Verstand einsetzen – Viele Meldungen im Netz, die als „Fake“ produziert wurden, sind unprofessionell gemacht. Hier erkennt man z.B. direkt in einem Bild, dass Teile hinzugefügt oder Änderungen durchgeführt wurden. Als Beispiel sind die zahlreichen Bilder im Netz zu nennen, auf denen vermeintliche UFOs fotografiert wurden.
Vielfach ist aber auf den Bildern schon deutlich erkennbar, dass sie per Bildbearbeitung manipuliert wurden und ein Flugobjekt nachträglich hinein retuschiert wurde.

Reißerische Meldungen sind verdächtig – Seien Sie aufmerksam bei überspitzten Formulierungen, Stimmungsmache, u.s.w.. Hier könnte vielleicht etwas faul sein. Bedenklich sind oft auch stark verkürzte Darstellungen oder sehr plakative Texte.

Bilder/Videos rückwärts suchen (zurückverfolgen) – Ist in einem Bild nicht direkt erkennbar, dass manipuliert wurde oder sich auf falsche bzw. andere Gegebenheiten bezieht, könnten Sie versuchen, mit Hilfe einer Bilder-Rückwärtssuche im Netz, an weitere Infos zu gelangen. Vorsicht also, wenn Sie über die Rückwärtssuche feststellen, dass das Bild z.B. im Nachhinein verfremdet wurde oder schon Wochen/Monate vor der Meldung im Netz auftauchte. Anlaufstellen sind hier z.B. Google’s Bilder-Rückwärtssuche (https://www.google.de/imghp) oder TinEye (https://www.tineye.com).

Prüfen Sie die Quellen – Kommen Sie mit der Rückwärtssuche nicht weiter oder können auf kein Bild zugreifen? Dann sollten Sie versuchen, etwas mehr über den Ursprung der Meldung zu finden. Stammt sie aus einer seriösen Quelle? Wie lange existiert der Account des Verbreitenden schon? Welche Nachrichten wurden noch über diesen Account gepostet? Gibt es eventuell mehrere Accounts mit gleichem Namen? Gibt es weitere Quellen, die die gleichen Infos verbreiten?

Werfen Sie einen Blick auf die Zeit - Wie neu ist die Meldung wirklich? Stammt sie überhaupt aus den letzten Tagen oder wird hier nur eine alte Meldung „aufgewärmt“? Hier lässt sich z.B. mit dem Zeitfilter in der Google-Suche - über „Tools“ und „Beliebige Zeit“ - den Erscheinungszeitraum eingrenzen. Das kann mühselig sein, aber auch lohnend.

Prüfen Sie die „Geolocation“ – In vielen Nachrichten, gerade im Bereich der Social-Media-Dienste, erscheint ein entsprechender Hinweis auf den Standort des Verfassenden. Aus diesen Angaben lassen sich oft auch Rückschlüsse auf den Echtheitsgrad der Meldung ziehen.

Werfen Sie einen Blick in die Metadaten – Bilder, aber auch Meldungen z.B. von Nachrichtenagenturen werden vom Urheber oftmals versehen mit Metadaten. Dies sind versteckte Informationen, die z.B. im Bild enthalten sind und Aufschluss über u.a. Ort, Uhrzeit geben können. Ein Abgleich dieser Daten hilft eventuell auch die Echtheit der Meldung oder des Bildes zu bestimmen.  

Sie sehen schon, es ist in vielen Fällen nicht ganz einfach zu prüfen, ob eine Nachricht oder ein Bild echt ist oder Sie vielleicht einer Falschmeldung aufgesessen sind. Dies gilt es zu prüfen und nicht gutgläubig weiterzuverbreiten.  Denn klar ist auch, „Fake-News“ sollten nicht weiter in den sozialen Netzwerken gestreut werden. Wenn sie versanden, verfehlen sie ihre Wirkung. Oft stehen nämlich, neben politischen, auch wirtschaftliche Interessen dahinter, wenn „Fake-News“ verbreitet werden.

Seien Sie also aufmerksam.

 

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