Bildungsurlaub in Nordrhein-Westfalen
Bildungsurlaub - oder "Arbeitnehmerweiterbildung" - dient Ihrer beruflichen und politischen Weiterbildung. Während der Arbeitszeit können Angestellte, Arbeiterinnen und Arbeiter hierfür Seminare besuchen, die nach dem Arbeitnehmerweiterbildungsgesetz (AwbG) als Bildungsurlaub anerkannt sind. Dieses Gesetz regelt unter Anderem auch den Umfang des Bildungsurlaubes.
Informationen zu dem Gesetz, Hilfe und Anregungen rund um das Thema Bildungsurlaub, aktuelle Veranstaltungen und vieles mehr finden Sie unter www.bildungsurlaub.de.
Unsere Bildungsurlaube sind hier für Sie zusammengestellt:
Antisemitismus und postkoloniale Theorie.
Der „progressive“ Angriff auf Israel, Judentum und Holocausterinnerung
| Kursnummer | 27-10000 |
| Kursbeginn | Di., 26.01.2027 (Termindetails siehe unten) |
| Kursende | Di., 26.01.2027 |
| Kursgebühr | entgeltfrei - um Anmeldung wird gebeten. |
| Dauer | 1 Termin |
| Kursleitung |
Dr. Ingo Elbe
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| Kursort | |
| Status | ![]() |
Die im akademischen und kulturellen Bereich inzwischen vielfach tonangebenden Postcolonial Studies werden von dem Gedanken geleitet, dass sich koloniale Spuren im Wissenssystem und in den sozialen Strukturen von Gesellschaften auch nach dem Ende der formalen Kolonialherrschaft finden. Sie beanspruchen zudem, mit dem Prinzip der „Kolonialität“ einen Schlüssel zum Verständnis von Judentum, Zionismus und Shoah gefunden zu haben.
Der Vortrag fragt nach theoretischen Verzerrungen, die dadurch entstehen können: die begriffliche Auflösung des Antisemitismus in bestimmte Formen des Rassismus, die Relativierung des Holocaust zum Kolonialverbrechen, die Dämonisierung Israels und die Ausblendung des islamischen und arabischen Antisemitismus.
Thematisiert werden auch die politischen Konsequenzen dieses Diskurses, die sich in Deutschland vor allem in der sogenannten Mbembe-Debatte, dem „Historikerstreit 2.0.“ sowie der documenta fifteen gezeigt haben und seit dem Massaker der Hamas vom 7. Oktober 2023 weltweit auftreten. Es wird der Frage nachgegangen, wie es möglich wurde, dass an westlichen Elite-Universitäten inzwischen angesehene Intellektuelle das Massaker der Hamas als Befreiungsakt feiern und Studenten offen zum Mord an Zionisten aufrufen.
Dr. Ingo Elbe ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Privatdozent am Institut für Philosophie der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Letzte Publikationen u.a.: Probleme des Antirassismus. Postkoloniale Studien, Critical Whiteness und Intersektionalitätsforschung in der Kritik, Berlin 2022 (als Mitherausgeber) sowie Hannah Arendts Bild des Holocaust – mit einem Ausblick auf seine postkolonialen Erben. In: A. Stahl/M. Seul u.a. (Hg.): Erinnern als höchste Form des Vergessens. (Um-) Deutungen des Holocaust und der Historikerstreit 2.0, Berlin 2023. Postcolonialism, Antisemitism, and Israel: The ‘Progressive’ Attack on the Jewish State and Holocaust Memory. In: I. Ritzer (Hg.): On the Critique of Identity. Stuttgart 2024. „By Any Means Necessary” - Authoritarianism and the Potential for Violence in Anti-Zionist Postcolonial Discourse. In: Israel Journal of Foreign Affairs, July 2025. Aktuelles Buch: Antisemitismus und postkoloniale Theorie. Der „progressive“ Angriff auf Israel, Judentum und Holocausterinnerung. 3. Aufl. Berlin 2025. Online-Texte unter: https://uol.de/philosophie/pd-dr-ingo-elbe/publikationen
In Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Herford und dem Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken e.V.
Münsterkirchplatz 1, 32052 Herford
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bei Rückfragen:
Fachbereichsleiter
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Tel. 05221 5905-24
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Tel. 05221 5905-57
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Dr. Ingo Elbe