Kursdetails

Weltbildung durch Sprache

Symposion im Gedenken an Dr. Herbert Disep (1925-2016) der Vereinigung ehemaliger Schüler des Friedrichs-Gymnasiums zu Herford und des Instituts für klassische Philologie der Universität Münster

Disep-Symposium

Kursnummer 19-16001
Kursbeginn Sa., 16.11.2019 (Termindetails siehe unten)
Kursende Sa., 16.11.2019
Kursgebühr entgeltfrei
Dauer 1 Termin
Kursleitung

Zu diesem Kurs sind keine Informationen über Dozenten verfügbar.

Kursort
Status Kurs abgeschlossen
"Dr. phil. Herbert Disep wirkte als Griechisch- und Lateinlehrer am Friedrichs-Gymnasium von 1959 bis 1989, seit 1974 als Direktor. In ihm vereinigten sich drei Eigenschaften: durch seine Dissertation (Göttingen1951) ausgewiesener Fachmann von Rang, von seinen Schülern verehrter Pädagoge mit Anspruch und Direktor von Autorität - ohne autoritär zu sein.

Zum Gedenken an den 2016 Verstorbenen laden einige seiner Schüler zu einem interdisziplinären Symposion ins Frühherrenhaus nach Herford ein.
Dabei wird es halbstündige Vorträge aus den Bereichen Jura, Deutsche Literatur, Bildende Künste, Theologie und natürlich klassische Philologie geben.
Den Abschluss bildet ab 19 Uhr ein Pickertessen im Restaurant Vivendi, bei dem sein Schüler Prof. Dr. Hans Bernsdorff Dr. Diseps geistige Welt erschließt."

13:00 Uhr Begrüßung/Grußworte
Einführung ins Thema

13:15 Uhr 1. Vortrag
Ist humanistische Bildung nur das Lernen einer toten Sprache?
(Prof. Dr. jur. Wolfgang Baumann, Wuppertal)
"Ausgehend vom überragenden Einfluss der griechischen Antike auf unsere Kultur, werde ich den aktuellen Bezug aufzeigen, warum Bildung heute mehr denn je wichtig ist, und von einer reinen Ausbildung auf das vorgeblich Nützliche abgegrenzt werden muss." (W.B.)

14:00 Uhr 2. Vortrag
Was Platon zur gegenwärtigen Bildungspolitik sagen würde
(Prof. Dr. phil. Christian Pietsch, Münster)
"Platon ist der Überzeugung, die Erziehung eines Menschen müsse so differenziert sein, dass sie den Bedürfnissen der unterschiedlichen seelischen Vermögen (Verstand, Durchsetzungskraft und Begehrlichkeit unter Leitung des Verstandes) gerecht wird. Unser heutiges, im wesentlichen auf eine (im weitesten Sinne so verstandene) Konsumbefriedigung abzielendes Bildungswesen würde Platon daher als hochgradig einseitig, ja minderwertig ansehen." (Ch.P.)

15:00 Uhr Kaffeepause

15:15 Uhr 3. Vortrag
Die Bedeutung des griechischen Denkens für die Geschichte (und Gegenwart) des Christentums
(Prof. Dr. theol. Martin Laube, Göttingen)
"Die Geschichte des Christentums ist ohne die enge Verbindung mit der griechischen Philosophie nicht denkbar. Allerdings ist diese Verbindung auch immer umstritten gewesen: Betonen die einen, dass das Christentum erst auf dem Boden des griechischen Denkens zur "Weltreligion" habe aufsteigen können, beklagen die anderen, dass diese "Hellenisierung" das Christentum von seinen biblischen Wurzeln entfremdet habe. Im Vortrag möchte ich dieser Spannung nachgehen." (M.L.)

16:00 Uhr 4. Vortrag
Antike, zeitgenössische Kunst und Diseps Mitwirken
(Prof. Axel Seyler, Blomberg)
"Ich werde bei fünf Skulpturen in den Bereichen, an denen Dr. Disep philosophisch und kulturwissend beteiligt war, seine Mitarbeit aufzeigen." (A.S.)

16:45 Uhr 5. Vortrag
Griechische Quellen deutscher Dichtung
(Prof. Dr. phil. Martin Selge, Schw. Gmünd)
Ich hätte auch schreiben können: "Odysseus in Weimar, Sappho in Stuttgart u.a. Von Goethe-Schiller über Mörike zu Durs Grünbein: Griechisch quillts allüberall / in deutscher Dichtung, klarer Fall." (M.S.)

17:30 Uhr Zusammenfassung
Fahrt zum Vivendi

19:00 Uhr Abschlussvortrag
Herbert Disep - Versuch einer geistigen Biographie
(Prof. Dr. phil. Hans Bernsdorff, Frankfurt/M.)
"Ich würde in meinem Beitrag versuchen, so etwas wie eine geistige Biographie von Herbert Disep als Gelehrten, Pädagogen und Schulleiter zu skizzieren. Dabei werde ich mich zum einen auf seine Dissertation stützen, deren Methode der Sprachbetrachtung m. E. auch seinen späteren Unterricht stark geprägt hat. Zum anderen möchte ich ihn als Angehörigen der skeptischen Generation im Sinne Helmut Schelskys charakterisieren, die zu seiner grundsätzlich liberalen Gesinnung geführt hat. Mit dieser trug er als Direktor zu der Blüte der Schule bei." (H.B.)

20:00 Uhr Pickertessen

In Zusammenarbeit mit der Vereinigung ehemaliger Schüler des Friedrichs-Gymnasiums zu Herford und des Instituts für klassische Philologie der Universität Münster

zus. Download(s):
 

Bitte melden Sie sich unter 05221 / 348136 oder symposion2019@t-online.de an




Datum
16.11.2019
Uhrzeit
13:00 - 20:00 Uhr
Ort
Herford, Frühherrenhaus, Kaminzimmer
Frühherrenstraße 11, 32052 Herford



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