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Kursdetails

Barbaren sind die anderen. Wie ein Denkmuster Geschichte und Literatur prägt.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe vhs.wissen live

Online-Vortrag

Kursnummer 21-10127
Kursbeginn Di., 15.02.2022 (Termindetails siehe unten)
Kursende Di., 15.02.2022
Kursgebühr entgeltfrei
Dauer 1 Termin
Kursleitung siehe Infotext
Bemerkungen WICHTIGER HINWEIS: Sie erhalten kurz vor Beginn der Veranstaltung eine Mail mit dem Link zum digitalen Schulungsraum.
Sie benötigen einen PC/Laptop oder ein Smartphone/Tablett sowie eine schnelle Internetverbindung.
Kursort Online
Status Anmeldung möglich
Schon in der Antike haben Menschen andere als Barbaren abgewertet, um sich selbst aufzuwerten. Der Barbar war in der Regel der negative Gegenentwurf zum zivilisierten und kultivierten Hellenen oder Römer. Die sogenannten Barbaren waren in ihren Augen all das, was sie selbst in ihrer Eigenwahrnehmung nicht waren: wild, grausam, gesetzlos, verschlagen, maßlos, triebhaft, dumm usw. Nur in wenigen Fällen wurde der Barbar als Folie für Idealisierungen verwendet, beispielsweise um dekadente Tendenzen in der eigenen Gesellschaft zu markieren. Dann war der Barbar genügsam, einfach, unverdorben, gerecht, ehrlich oder fromm. Diese Zuschreibungen erinnern an das Bild des "edlen Wilden", das sich auch später in der Zeit von Sklaverei und Kolonialismus wiederfinden sollte. Und auch heute funktionieren diese Mechanismen bei der Zuschreibung von Eigen- und Fremdidentitäten. Der Althistoriker Mischa Meier und der Schriftsteller Durs Grünbein werden in einem Gespräch in der Villa Vigoni diskutieren, wie Identitätskonzepte wie das des Barbaren historisch entstanden sind, wozu sie mit welchen Folgen für die Betroffenen eingesetzt und wie diese Konzepte weitergeführt wurden. Wer sind heute die Barbaren und wer bestimmt das und welche Rolle spielt dabei Sprache und Dichtung?

Mischa Meier lehrt als Professor für Alte Geschichte an der Universität Tübingen. Sein Werk Geschichte der Völkerwanderung (C.H. Beck) wurde mit dem WISSEN!-Sachbuchpreis ausgezeichnet.

Durs Grünbein ist ein vielfach ausgezeichneter Lyriker, Essayist. Er ist Professor für Poetik an der Kunstakademie Düsseldorf und hat antike Klassiker aus dem Lateinischen und Griechischen ins Deutsche übersetzt.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Villa Vigoni und der Gerda Henkel Stiftung statt.

Dieser Vortrag gehört zum digitalen Wissenschaftsprogramm vhs.wissen-live, an dem sich die VHS im Kreis Herford beteiligt. https://vhsimkreisherford.de/vhs-digital/vhswissen-live/





Datum
15.02.2022
Uhrzeit
19:30 - 20:30 Uhr
Ort
Online
Online




bei Rückfragen:


Fachbereichsleiter
Frank Schragner
Tel. 05221 5905-24
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Veranstaltungsorganisation
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Tel. 05221 5905-32
E-Mail schreiben


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