Kulturexkursion: Picasso und die Alten Meister im Museum Peter August Böckstiegel
| Kursnummer | 26-81020 |
| Kursbeginn | Sa., 04.07.2026 (Termindetails siehe unten) |
| Kursende | Sa., 04.07.2026 |
| Kursgebühr | 42,00 € (entgeltfreie Stornierung bis 18.06.2026 möglich) |
| Dauer | 1 Termin |
| Unterrichtseinheiten | 5 UE |
| Teilnehmende | min. 10 | max. 11 |
| Kursleitung |
Laura Oymanns
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| Kursort | |
| Status | ![]() |
Genießen Sie eine fachkundige Führung durch die Sonderausstellung "Wahlverwandtschaften – Picasso und die Alten Meister" im Museum Peter August Böckstiegel. Wir treffen uns in Herford und fahren gemeinsam nach Werther, wo uns eine Kunstvermittlerin durch die Ausstellung begleitet.
Pablo Picasso (1881–1973) gilt als einer der radikalsten und zukunftsweisendsten Künstler des 20. Jahrhunderts. Doch soweit er mit seinen kubistischen Formexperimenten auch ging, griff er dabei immer wieder auf Themen und Motive – wie Porträts, Stillleben und Aktdarstellungen – zurück, die in der bildenden Kunst eine lange Tradition besitzen. Er schätzte die Werke seiner künstlerischen Vorfahren und zog Inspiration aus Ihnen.
Picassos Beschäftigung mit der europäischen Kunstgeschichte begann während seiner Studienzeit. An den Kunstakademien in Barcelona und Madrid zeichnete er nach Gipsabgüssen antiker Skulpturen und fertigte Gemäldekopien von Meisterwerken an. Später fanden die Alten Meister in Form von Variationen und Paraphrasen Eingang in Picassos eigene Bildsprache. Er setzte sich mit den Meistern seiner spanischen Heimat, El Greco, Velázquez und Goya, genauso auseinander wie mit den Künstlerpersönlichkeiten Rembrandt, Delacroix, Ingres und Manet. Auch die altdeutsche Malerei, insbesondere die Malerfamilie Cranach, zog ihn in ihren Bann.
Zwar hatte sich Picasso bereits in der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg gelegentlich mit Werken der Vergangenheit schöpferisch auseinandergesetzt, in späten Jahren wurde daraus aber geradezu eine Obsession. In den fünfziger und sechziger Jahren verwendete er einen großen Teil seiner Schaffenskraft auf Variationen von Meisterwerken. Er war mittlerweile in seinen Mittsiebzigern und selbst zu einem „Alten Meister“ der Moderne geworden. Einige Kritiker warfen ihm damals vor, dass ihm scheinbar die eigenen Ideen ausgingen und er aus purer Verzweiflung die Alten Meister kannibalisiere. Sie übersahen jedoch, dass Picasso im Verlauf seiner gesamten künstlerischen Laufbahn die Kunst der Vergangenheit geplündert hatte, und zwar nicht etwa aus mangelnder Fantasie, sondern aus dem Bestreben heraus, sich mit den von ihm bewunderten Künstlern zu messen und sie herauszufordern. "Ich habe das Gefühl," – soll Picasso einmal gesagt haben – "dass Delacroix, Giotto, Tintoretto, El Greco und der Rest alle hinter mir stehen und mich bei der Arbeit beobachten." In vollem Bewusstsein über seinen eigenen Platz in der Kunstgeschichte schuf Picasso seine späten Meisterwerke.
Die Ausstellung zeigt rund 60 Lithografien und Linolschnitte aus der Sammlung des Kunstmuseums Pablo Picasso Münster.
Im Anschluss haben Sie Gelegenheit, im Museumscafé bei einer Tasse Kaffee (auf eigene Kosten) den Besuch ausklingen zu lassen. Um 15:20 Uhr treffen wir uns auf dem Museumsparkplatz zur gemeinsamen Rückfahrt nach Herford.
Abfahrt: 12:15 Uhr
Führung: 13:30 Uhr – 14:30 Uhr
Hin- und Rückfahrt, Führung und Eintritt sind im Preis enthalten.
Elisabethstraße, 32052 Herford
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bei Rückfragen:
Fachbereichsleiterin Englisch und Kulturelle Bildung
Leandra Postay
Tel. 05221590522
E-Mail schreiben
Veranstaltungsorganisation
Vera Solke
Tel. 05221 5905-39
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© Olaf Mahlstedt
© Claudia Dreyße
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